Die Abteilung Unihockey ist die jüngste Abteilung des Vereins. Seit November 2003 sind wir mit unserer jungen, aber aufstrebenden Sportart im TUS Vahrenwald aktiv. Bei Unihockey handelt es sich keinesfalls um eine akademische Abart des bekannten Hockeys, sondern um eine eigenständige Sportart, die aber mit Hallen- und besonders Eishockey einiges gemeinsam hat. Tatsächlich wurde die Sportart in Hannover zuerst vom Hochschulsport der Universitäten angeboten. Nach ersten Erfolgen nahmen einige Enthusiasten Kontakt zum Postsportverein Hannover auf und gründeten 1997 die erste Unihockey Abteilung in Hannover. Die wachsende Abteilung hat nun ein neues Zuhause im TUS Vahrenwald gefunden.
Unihockey ist eine immer populärer werdende Sportart, die sich leicht erlernen lässt und durch ihre vielen Torszenen spannend und abwechslungsreich bleibt.
Sie wurde in den 70er Jahren in Schweden entwickelt und dort 'Innebandy' genannt. Unihockey besteht verkürzt gesagt aus einer Mischung von Elementen des Hallen- sowie Eishockeys. Man benötigt einen Kunststoffschläger und einen leichten, durchlöcherten Plastikball. In Schweden wurde anfangs auf kleine Tore und ganz ohne Torhüter gespielt. Unihockey wurde bald sehr beliebt und in den späten 70er Jahren breitete sich diese Sportart mehr und mehr in ganz Europa aus. Heute gibt es weltweit über 3.200 Vereine und mehr als 150.000 lizenzierte Spieler.
Ein Vorteil dieser Sportart, die auch zu ihrer schnellen Verbreitung geführt hat, ist, dass sie bereits mit minimaler Ausrüstung gespielt werden kann, für die nicht viel Geld ausgegeben werden muss. Bereits Anfänger haben viel Spaß an dieser Sportart. Daher ist sie als Schulsport gut geeignet. Die rasche Verbreitung und Popularität von Unihockey in den skandinavischen Ländern, Tschechien, der Schweiz und neuerdings auch in Ostdeutschland geht auf die Aufnahme in die Lehrpläne für den Sportunterricht zurück. Wir Spieler aus Hannover, die teilweise erst mit Mitte Zwanzig mit dieser Sportart begannen, haben oft den Eindruck jeder Finne oder Schwede, der in Hannover auftaucht, spielt sozusagen von Geburt an exzellent Unihockey.
Es gibt verschiedene Spielversionen beim Unihockey: Großfeld, Kleinfeld und Mixed. Beim Großfeld besteht die Mannschaft aus fünf Feldspielern und einem gut geschützten Torwart, der in einem in einem Tor von ähnlicher Grösse wie beim Eishockey kniet. Beim Kleinfeld besteht die Mannschaft aus drei Feldspielern und einem Torwart, das Spielfeld ist 18 x 26 m groß. Beim Mixed spielen jeweils zwei Frauen und zwei Männer gegeneinander. Bei dieser Spielversion gibt es keine festen Torhüter; dafür sind die Tore deutlich kleiner.
Die Regeln sind bestechend einfach: Die Mannschaft besteht je nach Spielversion aus der genannten Spieleranzahl. Der Torhüter bei der Groß- oder Kleinfeldversion bewacht ohne Stock, stehend oder auf den Knien das Tor. Gespielt wird in Blöcken, die fortlaufend ausgewechselt werden (wie beim Eishockey).
Gemeinsam ist allen Spielversionen die Art des Spielfeldes mit einer 50 cm hohen Bande und den im Feld stehenden Toren. Die Feldgröße variiert. Das Spielfeld wird von einer 50 cm hohen Bande abgeschlossen. Dadurch ergibt sich ein schnelles und selten unterbrochenes Spiel, da der Ball das Spielfeld kaum verlässt. Ein Spiel dauert in der Regel 3 x 20 Minuten mit jeweils zehn Minuten Pause dazwischen. Zwei Schiedsrichter leiten das Spiel.
Der Ball darf im Spiel weder mit der Hand gefangen noch mit dem Fuß einem Mitspieler zugepasst werden. Die Abwehr mit dem Fuß ist allerdings erlaubt. Grobe Regelverstöße werden mit Zeitstrafen geahndet.
Harter Körpereinsatz (Bandenschecks wie sie beispielsweise beim Eishockey vorkommen) sind beim Unihockey untersagt, ebenso wie Stockschlag und Spiel über Kniehöhe. Das führt zu einem dynamischen Spiel, in welchem Technik und Taktik im Vordergrund stehen.
Seit 1998/1999 nimmt die Herren-Mannschaft am Spielbetrieb der 1. Liga in der Version Kleinfeld teil. Wir spielen in der Nordwest-Staffel mit weiteren Teams aus Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein. Die bestplazierten Teams spielen in den Play-offs gegen die beiden ersten Teams der Ost- und der Südstaffel die Deutsche Meisterschaft aus.
Die Resultate unserer Mannschaften in den letzten Jahren waren:
Herren Kleinfeld Regionalliga Nord/Nordwest:
| 1998/1999 | 4. Platz (von sechs Teams, keine Play-off Qualifikation) |
| 1999/2000 | 7. Platz (von acht Teams) |
| 2000/2001 | 5. Platz (von neun Teams) |
| 2001/2002 | 5. Platz (von sieben Teams) |
| 2002/2003 | 6. Platz (von zwölf Teams) |
| 2003/2004 | 2. Platz (von sieben Teams) - Vizemeister |
| 2004/2005 | 5. Platz (von acht Teams) |
| 2005/2006 | 7. Platz (von sieben Teams) |
| 2006/2007 | 5. Platz (von sieben Teams) |
Herren Großfeld Regionalliga Nordwest:
| 2007/2008 | 1. Platz (von vier Teams) - Meister |
Damen Kleinfeld Regionalliga Nord/Nordwest:
| 2006/2007 | 4. Platz (von sieben Teams) |
| 2007/2008 | 2. Platz (von sechs Teams) - Vizemeister |

Unihockey - Mannschaft des PSH beim Spieltag in Hannover am 24.02.2001.
Stehend von links: Lutz Wagner, Boris Ufer, Malte Borsum, Tommi Rämä, Nils Ruhe.
Kniend von links: Ulli Kühn, Lars Wellmann, Jonas Sonnentheil, Kai Römer, Thomas Kroll.
Nicht anwesend: Oliver Kuklinski, Joacim Adlerborn und Daniel Kordilla.
Die Mixed-Mannschaft nimmt seit 1997 bei den Turnieren um die Deutsche Mixed-Meisterschaft teil. Dabei wurden bislang folgende Platzierungen erreicht:
| 1997 | 6. Platz |
| 1999 | 9. Platz |
| 2000 | 9. Platz |
Daneben gibt es in Deutschland und dem benachbarten Ausland regelmässige Mixed-Turniere in Enschede (Niederlande), Bremen, Braunschweig und Clausthal an denen wir regelmässig mehr oder weniger erfolgreich teilnehmen.
Die Trainingszeiten der Mannschaft sind Dienstags von 19.30 bis 22.00 Uhr in der Herschel-Schule (Großer Kolonnenweg 37) . Wir freuen uns über jeden Interessierten, egal ob männlich oder weiblich. Schläger sind ausreichend vorhanden. Mitzubringen sind lediglich Sportkleidung und Hallenturnschuhe.
Weiterhin bestehen regelmässig zwei Trainingszeiten beim Hochschulsport, die auch von den Vereinsmitgliedern wahrgenommen werden.
Wer sich weiter über Unihockey informieren möchte meldet sich am besten per Mail: unihockey.hannover@web.de oder kommt zu unseren Trainingszeiten außerhalb der Ferien in die Halle.
Weiterhin verfügt der Deutsche Unihockey Bund (DUB) über eine Homepage unter http://www.unihockey.de. Hier gibt es Links auf viele deutsche und internationale Vereine und Aktivitäten.